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Verstopfung in der Schwangerschaft: Sichere Hilfe und Tipps

Verstopfung kann schon früh beginnen, da hormonelle Veränderungen die Darmtätigkeit verlangsamen; Eisenpräparate können sie zusätzlich verstärken. Meist können Sie zunächst mehr Ballaststoffe, Flüssigkeit und sanfte Bewegung ausprobieren. Reicht das nicht aus, kann eine ärztliche Fachperson oder Apotheke ein für die Schwangerschaft geeignetes Abführmittel empfehlen.

Schwangere Frau bereitet ein ballaststoffreiches Frühstück mit Obst, Haferflocken und Wasser zu
Geschrieben von HelloMommy RedaktionAktualisiert Veröffentlicht 2 Min. Lesezeit

Warum Verstopfung in der Schwangerschaft häufig ist

Schwangerschaftshormone können die Bewegung im Verdauungssystem verlangsamen, sodass der Stuhl härter oder seltener wird. Ernährungsänderungen, weniger Bewegung, Übelkeit, Flüssigkeitsmangel und Eisenpräparate können das Problem verstärken. Typisch sind Pressen, harter Stuhl, das Gefühl einer unvollständigen Entleerung oder seltenerer Stuhlgang als für Sie üblich.

Ballaststoffe langsam erhöhen

Wählen Sie Vollkornbrot und -getreide, Haferflocken, Obst, Gemüse, Bohnen, Linsen, Nüsse und Samen. Steigern Sie die Menge über mehrere Tage statt auf einmal, um Blähungen zu begrenzen. Ballaststoffe wirken am besten mit genügend Flüssigkeit; verteilen Sie Wasser und andere geeignete Getränke über den Tag. Ein fester Toilettenzeitpunkt nach einer Mahlzeit kann den natürlichen Darmreflex unterstützen.

Bewegung und hilfreiche Toilettengewohnheiten

Regelmäßige, schwangerschaftsgerechte Bewegung kann die Darmtätigkeit fördern. Spazierengehen ist eine einfache Möglichkeit, sofern Ihr Betreuungsteam die Aktivität nicht eingeschränkt hat. Gehen Sie bei Stuhldrang zur Toilette, statt ihn aufzuschieben, nehmen Sie sich Zeit und vermeiden Sie langes Pressen. Ein kleiner Fußhocker kann die Knie anheben und eine angenehmere Position schaffen.

Eisen überprüfen, aber nicht selbst absetzen

Eisenpräparate können Verstopfung fördern, sind jedoch möglicherweise wichtig, um eine Blutarmut zu behandeln oder zu verhindern. Setzen Sie sie nicht eigenständig ab. Fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme, ob Dosis, Präparat oder Einnahmezeit verändert werden können. Dabei lässt sich auch prüfen, ob andere Medikamente, Ergänzungsmittel oder Erkrankungen beitragen.

Wenn Lebensstiländerungen nicht ausreichen

Fragen Sie vor einem Abführmittel, Einlauf, pflanzlichen Präparat oder Nahrungsergänzungsmittel eine Apotheke, Hebamme oder ärztliche Fachperson. Die NHS-Arzneimittelinformation empfiehlt bei Bedarf ein stufenweises Vorgehen, häufig zunächst mit Quellmitteln und anschließend gegebenenfalls osmotischen Mitteln wie Lactulose oder Macrogol. Die passende Wahl hängt von Ihren Beschwerden und Ihrer Gesundheit ab; halten Sie sich an die individuelle Dosierung.

Häufige Fragen

Ist Verstopfung in der Frühschwangerschaft normal?

Ja. Hormonelle Veränderungen können den Darm bereits sehr früh verlangsamen. Sprechen Sie bei starken, anhaltenden oder beunruhigenden Beschwerden mit Ihrem Betreuungsteam.

Darf ich in der Schwangerschaft ein Abführmittel nehmen?

Manche Abführmittel können bei Bedarf eingesetzt werden. Fragen Sie jedoch vor der Einnahme eine Apotheke, Hebamme oder ärztliche Fachperson nach der für Sie geeigneten Art und Dosis.

Soll ich Eisentabletten absetzen, wenn sie Verstopfung verursachen?

Nicht ohne medizinischen Rat. Fragen Sie, ob Sie das Eisen benötigen und ob eine andere Dosis oder Zubereitung besser verträglich ist.

Quellen

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Sprich bei Fragen zu deiner Schwangerschaft immer mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme.

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