Präeklampsie-Symptome: Diese Warnzeichen sollten Sie kennen
Präeklampsie ist eine ernste schwangerschaftsbedingte Erkrankung mit hohem Blutdruck und möglichen Organveränderungen. Sie entsteht meist nach der 20. Woche, kann aber auch nach der Geburt beginnen. Vorsorgetermine sind wichtig, weil frühe Veränderungen unbemerkt bleiben können.

Was Präeklampsie ist und wann sie auftreten kann
Präeklampsie ist eine Blutdruckerkrankung, die mehrere Organe betreffen kann. Sie beginnt meist nach der 20. Woche, häufig im dritten Trimester, und kann auch in den Wochen nach der Geburt auftreten.
Warnsymptome erkennen
Möglich sind starke oder anhaltende Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen oder Lichtblitze, Oberbauch- oder Schulterschmerz, Übelkeit oder Erbrechen in der zweiten Schwangerschaftshälfte, plötzliche Schwellung von Gesicht oder Händen, schnelle Gewichtszunahme und Atemnot. Manche Betroffene haben keine spürbaren Symptome.
Warum Blutdruck- und Urinkontrollen wichtig sind
Hohen Blutdruck spürt man meist nicht. Bei Vorsorgeterminen werden Blutdruck und eventuell Eiweiß im Urin kontrolliert. Bei Verdacht folgen wiederholte Messungen, Bluttests sowie Ultraschall oder andere Kontrollen des Babys.
Wer engmaschiger überwacht werden kann
Das Risiko ist unter anderem nach früherer Präeklampsie, bei chronischem Bluthochdruck, Nierenkrankheit, Diabetes, bestimmten Autoimmunerkrankungen oder Mehrlingen erhöht. Beginnen Sie Aspirin nur auf konkrete ärztliche Empfehlung.
Präeklampsie nach der Geburt
Neue Warnsymptome nach der Geburt dürfen nicht abgetan werden. Eine postpartale Präeklampsie kann Tage oder Wochen später beginnen. Sagen Sie dem Behandlungsteam, dass Sie kürzlich entbunden haben.
Häufige Fragen
Kann Präeklampsie ohne Symptome auftreten?
Ja. Hoher Blutdruck und Eiweiß im Urin können bei Routinekontrollen auffallen, bevor Beschwerden entstehen.
Wann beginnt Präeklampsie meist?
Meist nach der 20. Woche, oft später, aber auch nach der Geburt. Beschwerden im Wochenbett müssen dringend beurteilt werden.
Ist jede Schwellung Präeklampsie?
Nein. Langsame Schwellung kann normal sein; plötzliche Schwellung besonders von Gesicht oder Händen ist zusammen mit anderen Beschwerden ein Warnzeichen.
Quellen
- NHS — Präeklampsie
- American College of Obstetricians and Gynecologists — Präeklampsie und Bluthochdruck in der Schwangerschaft
Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Sprich bei Fragen zu deiner Schwangerschaft immer mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme.
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